Internationale Legionen: Die Ukraine schätzt jeden ausländischen freiwilligen Kämpfer
In letzter Zeit kursieren in der Öffentlichkeit zahlreiche widersprüchliche Informationen über die Umstrukturierung der Einheiten ausländischer Freiwilliger in der Ukraine. Nachfolgend finden Sie eine Erklärung für diese Veränderungen, die darauf abzielen, die Kampfkraft der Armee zu stärken.
1. Was sind die Internationalen Legionen und wie sind sie aufgebaut?
Es ist wichtig zu verstehen, dass die „Internationale Legion” keine einzelne Militäreinheit ist, sondern ein Oberbegriff für ein breiteres Netzwerk von freiwilligen militärischen Formationen, die in verschiedenen Bereichen der Streitkräfte tätig sind. In der Regel bezieht sich der Begriff „Legion” auf Infanteriebataillone innerhalb der Landstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte und der Territorialverteidigungskräfte, die zu Beginn des umfassenden Krieges gebildet wurden, um die schnelle Aufnahme ausländischer freiwilliger Kämpfer zu ermöglichen. Diese Bataillone befinden sich derzeit im Umbruch. Sie sind jedoch nicht die einzigen Einheiten, die daran beteiligt sind.
Derzeit setzen Spezialeinheiten ihre Operationen in den folgenden Komponenten fort:
- Die Internationale Legion der Hauptnachrichtendienstabteilung des Verteidigungsministeriums, die komplexe nachrichtendienstliche Operationen durchführt;
- In den Spezialeinheiten der ukrainischen Streitkräfte werden ausländische Fachkräfte neben ihren ukrainischen Kollegen in Kampfgruppen integriert;
- Die Nationalgarde integriert ausländische Staatsangehörige aktiv in ihre Brigaden (zum Beispiel „Khartiia“);
Mit anderen Worten: Die ausländischen Freiwilligen in den ukrainischen Verteidigungskräften sind eine dynamische, vielschichtige Truppe, die auf allen Ebenen – von der Infanterie bis zu den Spezialeinheiten – im Einsatz ist, und von einer Auflösung kann keine Rede sein.
2. Werden die internationalen Legionen der ukrainischen Streitkräfte aufgelöst?
Nein, das ist nicht wahr. Die internationalen Legionen werden nicht aufgelöst. Sie werden umstrukturiert, um stärker zu werden. Anstatt als separate „leichte” Bataillone zu operieren, werden die Legionseinheiten in erfahrene und effektive Brigaden der ukrainischen Streitkräfte integriert. Sie werden nun Teil einer größeren, einheitlichen Streitmacht.
3. Warum werden ausländische Staatsangehörige in reguläre Brigaden versetzt?
Damit sollen sie besser mit Waffen und Schutzausrüstung versorgt werden. Bisher operierten die Legionäre oft als leichte Infanterie. Als Teil einer großen mechanisierten Brigade erhalten die ausländischen Einheiten Zugang zu den Ressourcen und der Logistik regulärer Verbände. So können sie die gleichen Kampfeinsätze unter besserem Schutz durchführen, da sie von den gepanzerten Fahrzeugen der Brigade gedeckt werden.
4. Was passiert mit hochspezialisiertem Personal (Sanitäter, UAV-Operatoren und andere)?
Sie werden in ihren Fachgebieten eingesetzt – mit anderen Worten, niemand wird mit einem Mikroskop Nägel einschlagen. Die Armee konzentriert sich auf Effektivität, weshalb Scharfschützen, UAV-Piloten und Sanitäter in ihren neuen Brigaden in entsprechenden Positionen innerhalb spezialisierter Kompanien eingesetzt werden. Darüber hinaus behalten ausländische Staatsangehörige das Recht zu wählen: Wenn eine Brigade der ukrainischen Streitkräfte nicht zu ihnen passt, können sie eine Versetzung in andere Einheiten beantragen – beispielsweise in Einheiten des Hauptnachrichtendienstes der Ukraine, der Spezialeinheiten der Ukraine oder der Nationalgarde der Ukraine, wie oben erwähnt.
Die Ukraine schätzt jeden ausländischen freiwilligen Kämpfer. Das ukrainische Militär beseitigt Hindernisse und stellt sicher, dass ausländische Soldaten die gleiche Unterstützung und die gleichen Garantien wie ukrainische Soldaten erhalten und, was am wichtigsten ist, das gleiche Maß an Schutz und Versorgung.
Ausländische Staatsangehörige sind in den Verteidigungskräften der Ukraine willkommen, da sich das ukrainische Militär zu einer einheitlichen, noch mächtigeren Streitkraft weiterentwickelt.