„Jede zweite FPV trifft das Ziel“, sagt Ruslan, Kommandant der UAV-Einheit der 2. Internationalen Legion
Ruslan dient seit drei Jahren in der UAV-Einheit der Internationalen Legion zur Verteidigung der Ukraine. Als er anfing, befand sich das Team noch im Aufbau.
„Ich leitete eine Gruppe von Einsatzleitern, die nicht nur mit der Infanterie, sondern auch mit Artillerie und UAVs zusammenarbeiteten, obwohl es zu dieser Zeit nur etwa 12 Leute gab, glaube ich. Die Aufgabe bestand darin, die Aktionen aller Einheiten innerhalb der Legion direkt zu koordinieren“, erinnert sich Ruslan.
Nach etwa sechs Monaten begann sich die Einheit mit Menschen und Ressourcen zu füllen. Es kamen immer mehr Leute hinzu. Da wurde Ruslan klar, dass diese Einheit in der Lage war, in dieser Richtung zu arbeiten.
„Als wir als kleine Organisation anfingen, brauchten wir überhaupt keine groß angelegten Analysen oder ein so tiefes Verständnis der Situation. Wir hatten einfache lineare Aufgaben, wie zum Beispiel: „Flieg dorthin, schau dort hin, schlag dort mit einer FPV-Drohne zu.“ Jetzt, mit der Anzahl an Menschen und Ressourcen, die wir haben, verstehen wir die Situation als Ganzes, wir verstehen, wo wir zuschlagen müssen. Es gibt eine umfassende Kommunikation, sogar in Abstimmung mit der Infanterie. Wir geben der Infanterie Informationen, die wahr und genau sind“, sagt Ruslan. „Und jetzt, was die Effektivität angeht, verbessern wir uns von Monat zu Monat: Wir treffen unsere Ziele, zerstören Bunker, feindliche Streitkräfte, Ausrüstung, Artillerie im Hinterland und so weiter ... Vor zwei Jahren, als wir noch in der Entwicklungsphase waren, erreichte ehrlich gesagt nur eine von fünf FPV-Drohnen ihr Ziel. Jetzt erreicht fast jede ihr Ziel, und jede zweite trifft das Ziel.“
Der UAV-Zug der 2. Internationalen Legion ist einzigartig, weil hier Ukrainer Seite an Seite mit Ausländern dienen:
„Das ist eine großartige Eigenschaft. Es findet ein Erfahrungsaustausch zwischen unseren Leuten und den Ausländern statt. Sie haben ihre eigene Mentalität, ihre eigenen Erfahrungen und Stärken. Im Gegenzug lernen sie etwas von uns. Insgesamt ist das sehr cool, ein großartiger Erfahrungsaustausch“, sagt Ruslan.
Ihm zufolge braucht der Zug heute einen Analysten, der die Situation als Ganzes versteht: „Solche Leute müssen motiviert sein und verstehen, warum sie in den Krieg ziehen. Genau darauf warten wir. Ohne euch wird dieser Krieg nicht enden!“
Jewhen Malienko